Skandinavien – hier war ich bis jetzt noch nie. Jetzt war es an der Zeit! Zwar war der Aufenthalt nicht von allzu langer Dauer, aber die Erfahrungen und Eindrücke sind dermaßen positiv, sodass auch diese kurze Zeit noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird. Diese tollen Eindrücke habe ich sowohl dem Land mit der wunderschönen, unberührten Natur als auch den durchweg freundlichen, hilfsbereiten Leuten & ihrer nordischen Kultur zu verdanken. Doch ganz von vorne:

Gegen Mittag landete das Flugzeug in Göteborg, bevor es mit dem Mietwagen weiter Richtung Osten ging. Schon während der Fahrt fiel die wahnsinnig tolle Landschaft ins Auge und es machte unglaublichen Spaß auf den schwach befahrenen Straßen durch bewaldete Berge & Täler und an vereisten Seen vorbeizufahren. Da die Sonne hier zu dieser Jahreszeit schon um halb 4 mittags komplett untergegangen war, war am ersten Tag leider keine Zeit mehr für »Naturexpeditionen«. Also besuchte ich neben ein, zwei kleineren Dörfern auch eine größere Stadt um die Leute & ihre Kultur näher kennenzulernen. So war es zum Beispiel eine tolle Erfahrung in einem schwedischen Schwimmbad gewesen zu sein. Und die Menschen hier waren alle unglaublich entgegenkommend und hilfsbereit! Klar, nette Menschen gibt es überall auf der Welt, aber hier hatte ich das Gefühl, dass es keinen einzigen gab, der einem nicht sofort geholfen hätte, wenn man ihn gefragt hätte. Natürlich ist es wahrscheinlicher dies in einem Land mit einer so geringen Bevölkerungszahl zu erleben, aber trotzdem: Wow – man fühlte sich so dermaßen wohl & willkommmen beim schwedischen Volk – und das zu absolut jedem Zeitpunkt! Natürlich bleiben auch noch die hohen Kosten in Schweden zu erwähnen – aber für diese 3 Tage war das zu verkraften. Abends fuhr ich noch ein Stück weiter und erreichte Vimmerby. Von dieser Stadt, die sich die Heimat Astrid Lindgrens nennen darf, ging es am nächsten Tag auch weiter. Weiter in Richtung Nationalpark »Norra Kvills«.
Und dieser sehr unscheinbare – sogar in Schweden fast unbekannte – Nationalpark hatte es in sich: Vereiste Seen & Bäche, bewaldete Berge & Täler, Abgründe, Felsen.. – alles fügte sich zu einem gigantischen, idyllischen Gesamtbild von natürlicher Schönheit zusammen. Hunderte verschiedene Grüntöne brachten die Wälder zum leuchten und alles, was man hörte, war die Natur. Herrlich! Als »Bonus« konnte man in nicht allzu großer Entfernung die älteste Eiche Europas bestaunen – was dieser über 1000(!) Jahre alte Baum wohl schon alles miterlebt hat…
Kurz nach dem Mittag ging die Fahrt wieder zurück in Richtung Westen. Und plötzlich setzte der Schnee ein. Von einem Moment auf den anderen war alles wie verzaubert: Wo vorher noch die grünen Wälder leuchteten blendete jetzt die weiße Pracht. Ganze vereiste Seen wurden zu riesigen weißen Flächen und Schneeflocken säumten die Zweige der umherstehenden Bäume. Ein atemberaubendes Gesamtbild – Schweden ist so vielseitig. Einfach toll! Und am abend sollte noch ein weiteres Highlight auf mich warten: Die gebirgige Landschaft endete abrupt an einem der größten Seen Schwedens und plötzlich hatte man eine wunderschöne Aussicht über die beleuchtete Stadt Huskvarna, dessen tausende Lichter sich in der Seeoberfläche spiegelten. Und auch dieses Erlebnis sollte immer noch nicht das letzte an diesem unglaublich tollen Tag sein..
Göteborg – was sollte man von dieser Stadt erwarten…? Gibt es hier überhaupt etwas zu sehen – und vor allem: Lohnt es sich nachts hier noch ein paar Stunden zu haben? Das tat es! Und wie! Eine hell erleuchtete, glänzende Stadt an der Westküste Schwedens südlich der norwegischen Grenze. Skybeamer erleuchteten den Himmel, alle Straßen und Häuser waren – sogar in dieser Zeit nach Weihnachten – noch festlich geschmückt und beleuchtet. Ein riesiger Vergnügungspark thronte im Zentrum dieser Studentenstadt. Und direkt daneben ragten die riesigen Gothia Towers in den bläulich schimmernden Nachthimmel. Begeistert von jedem Teil der Stadt ging es von Straße zu Straße um möglichst viel in dieser kurzen Zeit mitzunehmen. Ich hätte Göteborg niemals für so »cool« gehalten. Eine klare Weiterempfehlung!
Am nächsten Mittag stand aber schon leider der Rückflug an und so war an diesem stürmischen, unwetterartigen Tag nur noch kurz Zeit für einen Ausflug an die Küste. Diese vielseitige Inselwelt, mit all ihren vereinzelten Dörfern, die sich bis weit ins Meer erstreckt hätte ich gerne an einem schönen, sonnigen Tag gesehen. Leider war die Sicht begrenzt und bedingt durch das Unwetter wurde es auch erst gar nicht richtig hell. Jedoch konnte ich noch ein paar schöne Eindrücke von dieser Seite Schwedens mitnehmen, bevor es wieder zurück zum Flughafen ging. Schweden… – wow!