Washington D.C. – die Haupstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Hier ist alles wirklich sehr festlich und seriös gehalten. Diese verhältnismäßig sehr kleine Stadt hat nichts gemeinsam mit den bekannten Megastädten, dem Lifestyle und allem anderen, was die USA ausmacht. Nein, diese Stadt ist anders. Anders beeindruckend. Sie ist meines Erachtens die passenste Haupstadt, die die USA haben könnte, denn Wichtigkeit, Größe & Seriösität wird hier wirklich sehr groß geschrieben. Sie ist »normal« was amerikanische Verhältnisse angeht und wahrscheinlich auch annähernd das »realste«, was die amerikanischen Städte zu bieten haben. Washington D.C. »versteckt« sich nicht hinter einer Maske oder muss verstanden werden. Nein, Washington ist Washington und so kommt es auch rüber. Fein strukturierte Straßen und Parks führen zu den großen und wichtigen Orten. Dazu zählen unter anderem natürlich das Weiße Haus, das Washington Monument, das Lincoln Monument, das Kapitol, sowie das Pentagon, wobei letzteres sich klar von den anderen abhebt. Während die »anderen« Bauwerke prachtvoll und strahlend weiß den Stolz Amerikas repräsentieren, so ist schon in der Nähe des Pentagons eine gewisse unangenehme Spannung zu spüren. Alles ist hier noch viel wichtiger und viel geheimer als woanders. Dieses Gefühl wird man auch erst wieder los, wenn man das große Hochsicherheitsgelände von Pentagon City weit hinter sich gelassen hat und man nicht mehr das Gefühl hat, das abgesehen von den hunderten Kameras auch noch hunderte Augen auf einen gerichtet sind. Dafür ist die Atmosphäre an der Washington Mall umso entspannter. Endlose Meter müssen zwar zurückgelegt werden, um jeden Teil der Washington-Sehenswürdigkeiten zu sehen, doch bei tollem Wetter nimmt man diese längeren Wege durch die übersorgfältig gepflegten Parks gerne auf sich. Sollte der Weg doch einmal zu lang vorkommen, so kann man jederzeit auf die Metro zurückgreifen. Diese ist nagelneu und fügt sich perfekt in das Gesamtbild der Pracht-Hauptstadt ein.